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  Konkret – Schülerzeitung des Gymnasiums Beilngries  
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Seit 2011 gibt es die Schülerzeitung Konkret am Gymnasium Beilngries. Was mit einer kleinen Redaktion von sechs Schülern im Schuljahr 2010/11 begann, ist zu einer größeren Gemeinschaft aus Redakteuren geworden, die sich zum einen aus den Mitgliedern des Wahlkurses „Journalistisches Schreiben“ (Klassen 5-10) und zum anderen aus den Teilnehmern des P-seminars Ethik (Q11 und Q12) zusammensetzen. Mit dem Anspruch, jeweils ein gesellschaftlich bzw. ethisch relevantes Thema intensiv zu bearbeiten, wurden bisher vier erfolgreiche Hefte (siehe Steckbrief) für die Schüler, Lehrer, Eltern und sonstigen Leser herausgegeben.

Wie entsteht eine solche Zeitung? Wie sieht die Arbeit in der Redaktion aus? Die Redakteure der Schülerzeitung Konkret...

... treffen sich zu regelmäßigen Redaktionssitzungen im Wahlkurs bzw. P- Seminar.
... recherchieren zu interessanten Themen.
... schreiben informative, kritische und unterhaltsame Texte.
... führen Interviews.
... fahren zu Ereignissen bzw. Orten, über die sie berichten wollen.
... sind bei Schulveranstaltungen vor Ort und berichten darüber.
... fotografieren und bearbeiten die Fotos.
... layouten die Zeitung mit Adobe Indesign.
... betreuen Werbekunden, die Anzeigen schalten.
... organisieren den Druck.
... machen Werbung für die Zeitung und vertreiben sie.
... nehmen an Wettbewerben teil.

Gerade die Wettbewerbe sind natürlich ein zusätzlicher Ansporn, die Schülerzeitung weiter zu entwickeln. Bisheriger Höhepunkt war die Preisverleihung des Länderwettbewerbs 2014 in Berlin, wo die Redaktion der Konkret im Bundesrat den zweiten Preis entgegennahm.
Abgesehen von den schönen Wettbewerbspreisen, warum sollten sich die Schüler heutzutage die Mühe machen, eine Schülerzeitung zu erstellen? Welchen Sinn macht es denn noch, in Zeiten der sofortigen Informationsbeschaffung im Netz und der allgegenwärtigen Meinungsbildung auf zahllosen Blogs noch das journalistische Handwerk an der Schule zu unterrichten? Gerade wegen der ungeheuren Informationsflut und der Vielfalt an Meinungen ist der Journalist wichtiger denn je geworden. Um uns nicht „zu Tode zu informieren“ (Neil Postman), ist es notwendig, aus der Fülle der Informationen die wirklich relevanten zu wählen sowie genau zu recherchieren. Neben den oben aufgelisteten Fertigkeiten und der Förderung der Denk- und Kritikfähigkeit ist die Arbeit an der Schülerzeitung daher vor allem eine konkrete Einübung in die Demokratie. Die Schüler lernen den hohen Wert der Presse- und Meinungsfreiheit kennen, sich „das tägliche Brot der Demokratie“ (Heribert Prantl) einzuverleiben und somit die „vierte Gewalt“ (Jean-Jacques Rousseau) auszuüben.
Und wie kann man angesichts eines klar erkennbaren Trends zur Digitalisierung noch ein auf Papier gedrucktes Schülermagazin rechtfertigen? Sicherlich ist eine Weiterentwicklung von Konkret in eine „crossmediale“ Zeitschrift der nächste Schritt. Trotz fortschreitender Digitalisierung gibt es einige gute Gründe, neben einer zukünftigen digitalen Version an dem Printmedium festzuhalten. Nach wie vor ist ein gedrucktes Magazin bequemer handzuhaben. Ohne technische Voraussetzungen lässt es sich an jedem Ort gut lesen, im Bett, im Zug, am Sandstrand oder in der Badewanne. Viele möchten auch nicht das haptische Gefühl missen, wirkliches Papier in der Hand haben. Allzu schnell verschwindet die virtuelle Zeitschrift denn auch in einem Ordner des Tablets und damit aus dem Blick. Ein wirklich materielles Magazin bietet zudem den Vorteil, dass Bild und Text viel leichter zusammen gesehen werden können und somit das Ganze besser in den Blick genommen ist. Aber auch beim Verkauf bietet die Papierform gerade einer Schülerzeitung den Vorteil, direkt von Angesicht zu Angesicht mit dem Leser zu treten. Einer der größten Vorzüge aller Printmedien ist jedoch die mangelnde Interaktionsfähigkeit. Es gibt keine Versuchung, sich von hereinkommenden Emails oder anderen Nachrichten ablenken zu lassen oder schnell mal was Anderes nachzuschauen. Das Lesen ist auf jeden Fall fokussierter und konzentrierter. Gedruckte Zeitungen und Zeitschriften sind schließlich immer noch augenfreundlicher als digitale Versionen. US-Wissenschaftler der Havard Medical School haben herausgefunden, dass langes Lesen auf dem Tablet oder anderen Bildschirmen (vor allem abends) zu Schlafstörungen und damit Gesundheitsschäden führt. Dies hat mit dem hohen Blauanteil im Licht der Geräte zu tun. Das heißt aber im Umkehrschluss auf keinen Fall, dass die gedruckte Konkret dazu da ist, in den Schlaf zu wiegen!

Georg Denicolo

   
Schülerzeitungscover von 2011 bis 2014  
   
Redaktion 2013 Redaktion 2014
   
 
Die Schülerzeitung des Gymnasiums Beilngries ist Sieger in der Kategorie „Informationsvielfalt“ bei dem begehrten Schülerzeitungswettbewerb der Hanns-Seidel-Stiftung.
 
Wie im Jahr vorher konnte sich die Beilngrieser Redaktion der Schülerzeitung Konkret den dritten Platz des Schülerzeitungswettbewerbes "Blattmacher" sichern.
 
 
 



 
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